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Nils Heinrich feiert in 15 Jahren sein 20jähriges Bühnenjubiläum
Der gebĂĽrtige Sachsen-Anhaltiner und heutige Wahlberliner spielt Gitarre aus Ăśberzeugung und weil er muss. M anchmal rappt er auch. Erstmals auch beim Kunstverein Tauberbischofsheim am Montag, 16. Januar im Engelsaal.
In seinem laufend aktualisierten Soloprogramm "Die Abgründe des Nils" wendet sich der Schöpfer des legendären Angel-Raps "Fischers Fritze (Angeln Berlin)" dem sicheren Zusammenbruch bislang verlässlicher Konstanten zu. Und der Tatsache, dass auf Lebensmitteln drauf steht, was nicht drin ist. Und dem Terrorismus. Und der Schweiz.
Nils Heinrich sieht man öfter mal in der Comedyshow "Nightwash" und im berühmten "Quatsch Comedy Club". Man sah ihn aber auch schon beim "Ottis Schlachthof", beim "Prix Pantheon", den "Mitternachtsspitzen", "Volker Pispers und Gäste" usw.. In 15 Jahren feiert er 20jähriges Bühnenjubiläum. Dann wird er endlich auch zu "Cindy und die jungen Wilden" eingeladen.
Nils Heinrich gibt viele Episoden aus seinem Leben zum Besten – beginnend mit der Kindheit „drieben“ in der DDR bis zu seinen „acht Auslandssemestern“ in Stuttgart. Er klärt Sie über Dinge auf wie: Laktoseintoleranz, Randgruppenhiphop, 2011 Jahre Jesus & Tapetenbeten, Erbgutbällchen & Phantomvibration, Terrorismusexperten & Essplazebos, Schwerbehindertenabteile & bahn.comfort, Helmut Kohl & Birne Helene und so Sachen halt.
Klingt ernst, ist aber hoch unterhaltsam und mit zahlreichen Kabarett-Preisen ausgezeichnet – 2011 mit dem “Salzburger Stier” und dem “Kleinkunstpreis Baden-Württemberg“. “Lachmuskeltraining der Premiumklasse” lobt die Bonner Rundschau.
Karten im Vorverkauf gibt es ab 10. Dezember.
Henning Venske, „Das war’s ! War’s das ?“ Jahresrückblick 2011, Mo. 30.1.12,
Einen satirischen JahresrĂĽckblick liefert Henning Venske, musikalisch auf dem Akkordeon begleitet von Frank G rischek, am Montag, 30. Januar.
Eigentlich lohnt sich ein Rückblick nicht, meinte Venske auch schon einmal. Dass er dennoch und immer wieder antritt, die allgemeine Denkschwäche zu geißeln, ehrt den ebenso scharfsinnigen wie gewitzten Kommentator. Alles, was sich öffentlich regt, kreucht und fleucht, wird von ihm skeptisch begutachtet und bekommt seine verdiente Prügel. Voran die Medien: “Gestern meldete `Bild? den Tod von Patricia Highsmith. Umgekehrt wär’s mir lieber gewesen.” Solcherlei überraschende Wendungen auf kleinstem Raum sind sein Markenzeichen, das kann keiner besser als er. “Fernsehen macht blöde”, sagte er einmal und ergänzte gleich, das sei nur bedingt richtig: “Korrekter wäre: Blöde machen Fernsehen”. Da kennt Venske keine Gnade. Und das ist auch gut so. Einer muss schließlich dem Unfug Einhalt gebieten, die politischen Koordinaten neu justieren und uns daran erinnern, dass es im Leben nicht nur um Profit und Macht geht, sondern dass Anstand und Gerechtigkeit sehr wohl erstrebens- und ehrenwerte Tugenden sind.
„Fernab von Rückblicken sinnentleerter TV-Shows, weichgespülten Radioprogrammen und pseudointellektueller Comedians lässt er seinen pointierten, spottenden, manchmal beleidigenden „Jahres-Schauer“ der vergangenen zwölf Monate aufs Publikum rieseln.“
Karten im Vorverkauf gibt es ab Samstag, 17. Dezember.
Jürgen Becker, „Der Künstler ist anwesend“, Politkabarett, Mo. 12. März, 20°°
Der Kunstverein schätzt sich glücklich, bereits zum zweiten Mal den Gastgeber der WDR-Kabarettsendung “Mitternachtsspitzen”, Jürgen Becker, begrüßen zu dürfen. Er gastiert mit seinem neuen Programms „Der Künstler ist an wesend“ am Montag, 12. März.
Wer eine Einladung zu einer Vernissage erhält, liest sogleich den Warnhinweis, den man auch von Zigarettenschachteln kennt: “Vorsicht Herzinfarkt !” In jener Branche heißt das: “Der Künstler ist anwesend !”. Das ist gefährlich, denn dann darf kein falsches Wort fallen, schließlich ist der Künstler der Schöpfer. Er ist wie Gott. Man kann ihn anbeten, aber nicht befragen, denn wenn er seine Arbeit erklären muss, wird sie überflüssig. Das Bild muss aus sich selbst sprechen - aber oft sagt es einem nichts ! Was sagt man dann ?
Jürgen Becker reicht uns den Pinsel und mischt für uns die Welt der Kunst auf, die oft religiöse Züge hat. Beckers kabarettistische Kulturgeschichte knallt uns respektlos die Kunst und den Kult um die Ohren und gibt uns damit zugleich die Freude an beidem zurück. Nebenbei hat er viele berühmte Werke von Rubens, Rembrandt und Rauch als Requisite, die er eloquent für uns begutachtet: “Alles prima Maler sin dat !”
Wie eng Kunst und Religion beieinander liegen, zeigt sich oft in der eigenen Familie. Wenn die Tochter auf die Frage, wie sie sich ihre berufliche Zukunft vorstellt, gesteht: “Ich will was mit Kunst machen” hallt es sogleich transzendent zurück “Ach du lieber Gott !!!”
Karten im Vorverkauf gibt es ab Samstag, 11. Februar.
Lüder Wohlenberg, „Spontanheilung“ (Medizin)kabarett, Fr. 20. April, 20°°
Da es eine Erstbehandlung durch den Arzt und Kabarettisten Lüder Wohlenberg beim Kunstverein ist, beträgt die Da uer 90 Minuten.
Der Künstler schafft es auch mit seinem zweiten Soloprogramm "Spontanheilung" gefühlvoll den Bogen zwischen Medizin und Politik zu schlagen. Er nimmt sich für das Publikum, das ihn vertrauensvoll ausgewählt hat, viel Zeit. Viel mehr Zeit, als er als Arzt für seine Patienten hätte aufbringen können. Was den Zuschauern unter den mehr oder weniger manikürten Nägeln brennt, hat der Medikus bereits sicher diagnostiziert. So spielen in seinem Programm aktuelle Themen eine wichtige Rolle.
Der 2,02 m große, ehemalige Halbgott (letzter Programmtitel „2 Meter Halbgott“) behält sämtliche Organe unserer Verfassung - vom Herz bis zum Appendix - ständig in seinem diagnostischen Blick. Ihre Werte, auch die Leberwerte, werden laufend von ihm beobachtet und kommentiert. Im Notfall seziert er auf offener Bühne schnell, präzise und tagesaktuell am Nerv der Zeit.
Mit seinem Alter Ego, dem liebenswerten Herrn Raderscheid, ist Wohlenberg aber auch Patient. Resultierend aus seiner Erkenntnis, dass nur Krankheit lukrativ ist, bieten sich Raderscheid ungeahnte, ja beinahe unbegrenzte Möglichkeiten in unserem Gesundheitssystem. Er hat verstanden, dass wir alle Anbieter von Symptomen sind. So ist er gerne bereit, sich diese Symptome abkaufen zu lassen, für sein Wohlergehen und zu unserer Unterhaltung. 94,06 Prozent aller Deutschen halten Lachen für eine gute Medizin und 100 Prozent der Zuschauer dieses Programms bekommen reichlich davon verabreicht
Karten im Vorverkauf gibt es ab Samstag, 24. März.
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Markus Maria Profitlich, Mi. 25.4., Lesung, 20°°: Sein Tagebuch: "Stehaufmännchen“.
- 25.3.1960. 10 Uhr 3. Eine Stimme reißt mich aus meinen Träumen. 'Pressen! Pressen!' Ich presse wie verrückt, aber of fenbar bin ich gar nicht gemeint. Plötzlich sehe ich ein weißes Licht am Ende des Tunnels - ist dies schon das Ende ?" Im Gegenteil ! Erbarmungslos ehrlich und mit unvergleichlichem Witz gewährt uns Markus Maria Profitlich in seinen Tagebüchern einen tiefen Einblick in die wichtigsten Abschnitte seines Lebens. Von seiner Geburt, über Kindheit und Jugend, bis zu den Anfängen seiner Comedy-Karriere erfahren wir alles über die Geschichte des beliebten Komikers bis hin zu der Erkenntnis, nach der er zu leben gelernt hat: Kein Fettnapf ist klein genug, um daneben zu treten !
VVK ab 31.3./ 12.-/14.- €
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